Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 3. Februar 2026

Zahlreiche Verkehrsunfälle haben die Arbeit der Einsatzkräfte in der letzten Woche geprägt. Das geht aus dem Polizeibericht der vergangenen Tage hervor. Wir zitieren Freddy Benítez vom Hauptkommissariat der Nationalpolizei für das Departament Boquerón:

Die Vorfälle konzentrierten sich insbesondere an den Zufahrten zum Departament sowie in den Zentren wie Loma Plata und Filadelfia, wobei sich die meisten Unfälle in der Ortschaft Cruce Boquerón ereigneten. Derzeit kommt es zu sehr vielen Verkehrsunfällen.

Einer der Unfälle ereignete sich am Sonntag, den 25. Januar, auf Cruce Boquerón, wo es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Motorrad kam. Auf dem Motorrad befanden sich zwei Bewohner einer indigenen Siedlung. Nach dem Unfall griff die Gemeinschaft den Autofahrer an. Die Polizei des Kommissariats Nummer 13 von Cruce Boquerón wurde verständigt. Die Polizisten griffen ein, konnten die Situation entschärfen und leisteten den verletzten Verkehrsopfern erste Hilfe. Sie wurden zunächst in das Mutter-Kind-Krankenhaus von Villa Choferes del Chaco und anschließend nach Asunción verlegt. Der gesamte Unfallhergang wurde dem Staatsanwalt gemeldet, der die Festnahme des Autofahrers anordnete.  

Am Montag ereignete sich ein Verkehrsunfall im Zentrum von Loma Plata. Ein Geländewagen wechselte beim Überholen in die Fahrspur eines Passagierbusses der Firma Nasa. Der Bus konnte den Zusammenstoß nicht mehr vermeiden, als das Fahrzeug frontal in seine Spur fuhr. Es gab in diesem Fall keine Verletzten.

Ein weiterer Unfall ereignete sich am Samstag in der Ortschaft Arco Iris. Ein mit Vieh beladener LKW verlor aufgrund technischer Mängel die Kontrolle und kippte am Straßenrand um. Dabei gelangten die Tiere aus dem Fahrzeug. Der Fahrer des LKW blieb unverletzt. Er konnte sich zur örtlichen Polizeidienststelle begeben und den Vorfall melden. Mit Hilfe von Anwohnern sowie der Polizei konnten die Tiere wieder eingefangen werden. Somit konnte auch die Verkehrssicherheit erneut gewährleistet werden.  

Am Mittwoch führte die Abteilung für Bürgersicherheit von Loma Plata nach Ermittlungen zu einem schweren Diebstahl durch, der sich in der vergangenen Woche in Mariscal Estigarribia ereignet hatte. Dabei konnten drei Personen festgenommen sowie zwei Fahrzeuge sichergestellt werden. Die erste Festnahme erfolgte in der Zone von Montanía, die zweite in La Paz und die dritte am Sitz der Staatsanwaltschaft. Der Vorfall betraf den Diebstahl eines 4 tausend Liter Kraftstofftanks während der Abwesenheit des Arbeitgebers. Die Maßnahmen erfolgten unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft mit Unterstützung der zuständigen Polizeidienststellen, wobei die Festnahmen und Sicherstellungen ordnungsgemäß durchgeführt wurden.

Am Sonntag, den 1. Februar, wurde in Neuland eine Person durch eine Stichwaffe verletzt. Der mutmaßliche Täter stammt aus der indigenen Siedlung Cayin o Clim. Der Verletzte wurde von Einsatzkräften versorgt und in das Hospital Concordia von Neuland gebracht, wo er die entsprechende medizinische Behandlung erhielt. Er blieb unter Beobachtung, befand sich jedoch außer Lebensgefahr.

Das waren die wichtigsten Polizeieinsätze der letzten Woche im Departament Boquerón. Fast 80 Prozent waren Verkehrsunfälle. In der Woche wurden fünf Personen festgenommen, zwei vorläufig in Gewahrsam genommen und eine Person wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. (Radio ZP-30)

Das SEN mobilisiert Einsatzgruppen angesichts des bevorstehenden Anstiegs des Pilcomayoflusses. Das Nationale Notfallsekretariat, SEN, hat einen umfassenden Hilfseinsatz im Ufergebiet des Flusses Pilcomayo gestartet. Die Institution zielt darauf ab, die Auswirkungen der jüngsten Hochwasserereignisse zu mindern und den gefährdeten Bevölkerungsgruppen umgehend Unterstützung zu leisten.

Wie der Generaldirektor des SEN, Oberst Roberto Rodríguez, gegenüber Radio ZP-30 mitteilte, habe die Institution ihr Notfall-Operationszentrum mit Sitz in Villa Choferes aktiviert. Von dort aus werden die Maßnahmen der an strategischen Punkten eingesetzten Teams koordiniert.

Aufgrund der in der Ortschaft Josecito flussaufwärts von Pozo Hondo ausgerufenen roten Alarmstufe hat das SEN spezialisierte personelle und technische Ressourcen mobilisiert: In Pozo Hondo ist eine vorgeschobene Einheit mit Einsatzfahrzeugen und Motorbooten für schnelle humanitäre Hilfe präsent, während in der Ortschaft Margariño logistische Unterstützungseinheiten und Boote auf jede Eventualität vorbereitet sind.

Obwohl der Wasserstand des Flusses in Pozo Hondo zuletzt eine sinkende Tendenz zeigte, bleiben die Behörden in höchster Alarmbereitschaft. Die am Sonntag in Josecito gemessenen 130 Millimeter Niederschlag lassen in den kommenden Tagen jedoch einen erneuten Anstieg des Abflusses erwarten, so der Sen-Generaldirektor.

Nach Angaben von Rodriguez habe die humanitäre Hilfe bereits mehrere Ortschaften des paraguayischen Chaco erreicht. Bislang sei es den Notfallteams gelungen, folgende Orte zu erreichen: La Dorada, La Pava, El Pelícano, El Solitario, El Mistolar, El Tuscal und Margariño.

 Der Einsatz dauert weiterhin an, wobei der Zugang zu bestimmten Gebieten jedoch von den Wetterbedingungen und Straßenverhältnissen abhängt. In Kürze ist vorgesehen, die Ortschaften San Agustín, La Represa Norte und Mayor Gardel zu erreichen, um die Erstversorgung und die Verteilung von Hilfsgütern abzuschließen. Rodríguez betonte, dass die Mitarbeiter von SEN aufmerksam seien, um im Bedarfsfall Lösungen bereitzustellen und Erste Hilfe zu leisten. Das SEN arbeitet hier koordiniert mit der Pilcomayo-Kommission, der Departamentsverwaltung und den örtlichen Verantwortlichen zusammen. (Radio ZP-30)


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