Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 2. Februar 2026

In Pedro Juan Caballero ist eine vermisste Jugendliche nach zehn Tagen wohlbehalten aufgefunden worden. Nach Angaben von Última Hora wurde in der Grenzstadt Pedro Juan Caballero eine seit dem 20. Januar vermisste 15-jährige Schülerin von der Polizei aufgefunden. Sie war über zehn Tage verschwunden und arbeitete laut eigenen Angaben gemeinsam mit einer 17-Jährigen in einem Haushalt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Erwachsenen, bei dem sich das Mädchen aufgehalten hatte. Nach dem Auffinden wurde sie medizinisch untersucht und anschließend ihrer Mutter übergeben. Die Ermittlungen dauern an. (Última Hora)

In Ciudad del Este ist eine zunehmende Situation von bettelnden Straßenkindern zu verzeichnen. An Ampelkreuzungen, Hauptstraßen und vor Supermärkten in der Grenzstadt zu Brasilien bitten immer mehr Kinder um Geld. Wie Última Hora berichtet, kommen viele Kinder aus indigenen Gemeinschaften oder armen Stadtfamilien. Ganze Familien migrieren aufgrund von Armut, fehlenden Arbeitsmöglichkeiten und mangelnder staatlicher Unterstützung in die Stadt. Die dauerhafte Präsenz bettelnder Kinder setzt sie täglich Verkehrsgefahren, Witterungseinflüssen und möglicher Gewalt aus und stellt eine schwere Verletzung ihrer Rechte dar.

Die Stadtverwaltung von Ciudad del Este führt über das Nationale Sekretariat für Kinder und Jugendliche CODENI, seit Längerem eine Sensibilisierungskampagne durch. Wie Walter Calderón von CODENI erklärt, will man die Bevölkerung davon abhalten, auf der Straße Geld zu geben, da dieses die Kinderarbeit fördert und Kinder gefährdet. CODENI-Teams sind ständig im Einsatz, um Kinder zu schützen. Diese Haltung stößt jedoch auf Kritik, da viele Bürger die Wirksamkeit staatlicher Institutionen infrage stellen und strukturelle Armut als Kernproblem sehen.

Andere Stimmen zeichnen ein noch besorgniserregenderes Bild. Héctor Ramírez warnt, dass Kinder oft benutzt werden, um Geld für den Kauf verbotener Substanzen zu beschaffen. Eltern würden ihre Kinder zum Betteln zwingen. Dabei wird die Verantwortungslosigkeit mancher Erwachsener kritisiert. Die Situation sei komplex, während die Kinder zum Betteln geschickt werden, säßen einige Mütter mit ihren hochwertigen Mobiltelefonen an der Straßenecke. (Última Hora)

Capiatá erhält erstes Zentrum für frühkindliche Betreuung. Die Tageszeitung Hoy berichtet, dass Ende März die Eröffnung des ersten Integrierten Zentrums für frühkindliche Betreuung im Rahmen des Programms „Semillas del Futuro“ geplant ist. Wie der Minister vom Nationalen Sekretariat für Kinder und Jugendliche, Walter Gutiérrez, mitteilte, sollen durch das Zentrum die Fürsorge, Anregung und Entwicklung von Kindern in den ersten Lebensjahren gefördert werden. Vorgesehen sei, bis Ende 2026 insgesamt 50 Zentren für frühkindliche Betreuung im ganzen Land zu eröffnen.

In Capiatá wird das Zentrum am 31. März in Betrieb genommen werden – zum ersten Jahrestag des Nationalen Tages der frühen Kindheit. Zwischen April und Juni sollen 20 weitere bereits im Bau befindliche Zentren fertiggestellt werden, parallel beginnen im März die Bauarbeiten für 30 weitere Standorte.

Priorität, Kinder in diese Zentren zu bringen, erhalten jugendliche Mütter, Alleinerziehende und Familien in vulnerabler Lage. Wie der CODENI-Vorsitzende Gutiérrez erklärte, gilt das Programm als strategische Investition. (Diario Hoy)

Zwei Kinder profitieren von Nierentransplantation. Das Gesundheitsministerium berichtete, dass die Familie eines 15-jährigen Patienten der Organspende zustimmte. Dadurch konnten nach Angaben der Tageszeitung Hoy zwei Nierentransplantationen bei Jugendlichen im Alter von 14 und 16 Jahren durchgeführt werden, die nun eine verbesserte Gesundheitsperspektive haben. Die Organe wurden beim Traumahospital Profesor DoctorManuel Giagni entnommen. Zusätzlich wurden zwei Hornhäute gewonnen, die von der Fundación Visión weiterverwendet werden. Das Ministerium dankt der Familie des Spenders für ihre Solidarität, die Leben rettet und Patienten auf Wartelisten Hoffnung schenkt.

Wie es heißt, ist eine Organspende ein Akt der Großzügigkeit und der Selbstlosigkeit. Sie rettet Leben und ist eine persönliche Entscheidung. Wichtig ist, dass Familie und Freunde darüber informiert sind, die Entscheidung unterstützen und respektieren. (Diario Hoy)

Paraguay erzielt über 10 Millionen US-Dollar durch Kohlenstoffzertifikate. Dank der Regulierung des Kohlenstoffmarktes hat Paraguay bereits Investitionen von über 10 Millionen US-Dollar im Chaco realisiert und erweitert derzeit Zertifizierungsprozesse auf mehr als 400.000 Hektar. Darüber berichtet IP Paraguay. Staatspräsident Santiago Peña leitete ein Arbeitstreffen mit Umweltminister, Rolando de Barros, um Fortschritte, Herausforderungen und Prioritäten der Umweltagenda zu evaluieren.

          De Barros betonte die Bedeutung eines konsolidierten Kohlenstoffmarktes mit nachvollziehbaren, qualitativ hochwertigen und transparenten Zertifikaten als Schlüssel zur Anziehung von Investitionen. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit binationalen Einrichtungen wie Itaipú und Yacyretá hervorgehoben. Wie es heißt, werden Schutzgebiete von 2,4 Millionen Hektar weiter ausgebaut, um Umweltschutz, Forschung und Erholung zu fördern. (IP Paraguay)


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