Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 23. Januar 2026

Arbeitende Minderjährige müssen eine rechtliche Registrierung haben. Jugendliche bis 18 Jahren, die einer offiziellen Erwerbstätigkeit nachgehen, müssen über eine gültig rechtliche Registrierung verfügen. Das teilte die Vorsitzende von der städtischen Kinder- und Jugendberatungsstelle, Codeni, in Loma Plata, Elsa Santa Cruz, gegenüber Radio ZP-30 mit. In Loma Plata beteiligen sich viele Jugendliche ab 14 Jahren, insbesondere während der Schulferien, an legalen Arbeitsprogrammen des Arbeitsministeriums. Codeni prüft und begleitet die Anträge, um sicherzustellen, dass die Rechte der Jugendlichen gewahrt bleiben. Die endgültige Genehmigung wird vom Arbeitsministerium erteilt.

Santa Cruz erklärte, dass Jugendliche im Alter von 14 bis 15 Jahren täglich bis zu vier Stunden arbeiten dürfen, während 16- bis 17-Jährige bis zu sechs Stunden beschäftigt werden können. Die Arbeitszeiten gelten von Montag bis Samstag und müssen mit den schulischen Verpflichtungen vereinbar sein. Nachtarbeit, gefährliche Tätigkeiten oder Zwangsarbeit seien strikt verboten, so Santa Cruz. Die Beschäftigung ist vergütungspflichtig; in der Regel zahlt der Arbeitsgeber zwischen 60 und 70 % des gesetzlichen Mindestgehaltes. Dies ermöglicht ihnen, Eigenverantwortung zu übernehmen und ihre Familie zu unterstützen.

Für die Registrierung einer Arbeitsgenehmigung sind unter anderem der Personalausweis und das Schulzeugnis des Jugendlichen erforderlich, eine Gesundheitsbescheinigung, ein Passfoto, sowie Kontakt- und Adressdaten. Eltern oder Erziehungsberechtigte müssen die Zustimmung schriftlich erteilen. Die Arbeitgeber müssen unter anderem Personalausweis, Ruc-Nummer, den Tätigkeitsbereich, die Firmenadresse sowie Kontaktdaten bereitstellen. Alle Daten werden im System des Arbeitsministeriums erfasst, das auch die Genehmigung ausstellt. Codeni überwacht den Schutz der Jugendlichen, insbesondere bei Familienbetrieben oder externen Unternehmen, und stellt sicher, dass die Arbeitsbedingungen legal und sicher sind.

Wie Santa Cruz mitteilte, gibt es in der Umgebung von Loma Plata eine erhöhte Anzahl an Minderjährige, die eine Genehmigung beantragen, um einer öffentlichen Arbeit nachzugehen. Die Codeni-Vorsitzende von Loma Plata erklärte zudem, dass interessierte Jugendliche sich im Büro von Codeni im Rathaus von Loma Plata präsentieren dürfen, um eine Arbeitsgenehmigung zu beantragen. (Radio ZP-30)

In Asunción ist ein Museum der Stühle eröffnet worden. Nach Angaben von Última Hora befinden sich in dem einzigartigen Museum mehr als 700 Stühle aus Kunststoff, Metall, Holz, Karton und weiteren Materialien. Das Museum der Stühle von Asunción, Musa, geleitet vom Architekten Jorge Jury, versteht sich weniger als klassisches Stuhlmuseum denn als Designmuseum, in dem Stühle als Mittel zur Erzählung der Designgeschichte dienen. Die Exponate stammen aus verschiedenen Epochen und Kulturen, darunter handgefertigte Stücke, Reproduktionen ikonischer Designs und Sitze indigener Gemeinschaften. Jede Ausstellung spiegelt ihre Zeit wider und erzählt eine eigene Geschichte. Voraussetzung für die Aufnahme eines Stuhles in das Museum ist laut Jury der klare Bezug zur jeweiligen Epoche. Das mehrstöckige Museumsgebäude befindet sich an der Avenida Artigas, nahe der Juana Pablo Carrillo.  (Última Hora)

Indi erwägt dauerhaften Umzug ins Mec-Gebäude. Der Präsident des Paraguayischen Instituts für Angelegenheiten der Indigenen, Indi, Hugo Samaniego, erklärte, dass das Gebäude Ramón Indalecio Cardozo des Bildungsministeriums, Mec, als künftiger Hauptsitz von Indi in Asunción vorgesehen sei. Wie ABC Color berichtet, soll das Bildungsministerium zwischen Februar und März in die neuen Regierungsgebäude im Hafengebiet umziehen. Samaniego betonte, man arbeite aktiv an einem Standortwechsel und plane noch ein Treffen mit Bildungsminister Luis Ramírez. Ziel sei, die Betreuung indigener Gemeinschaften zu verbessern, da Indi derzeit lediglich über Räumlichkeiten im „Museo de la Memoria“ verfügt. Als alternative Option nannte er das Gebäude des Innenministeriums in der Manduvirá-Straße.

Wie es heißt, verließ das Indi im Juli vergangenen Jahres seinen Sitz an der Avenida Artigas, wo sich die Büros in der Militärintendanz befanden. Auf Wunsch der indigenen Gemeinschaften und infolge der Zusage des neuen Indi-Vorsitzenden soll in der Hauptstadt erneut ein Standort eröffnet werden. (ABC Color)