Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 21. Januar 2026

Behörden sichern Verbleib der Geschwister bei ihrer Großmutter. Wie ABC berichtet, fürchten sechs verwaiste Geschwister im Alter von drei bis 14 Jahren, voneinander getrennt zu werden. Sie bitten darum, gemeinsam bei ihrer Großmutter in Coronel Oviedo bleiben zu dürfen. Nach dem Tod ihrer 36-jährigen Mutter infolge schwerer Anämie leben sie bei der 64-jährigen Großmutter, die ihre Hauptbezugsperson ist. Trotz finanzieller Schwierigkeiten unterstützen staatliche Programme die Familie. Die Direktorin der städtischen Kinder- und Jugend-Beratungsstelle, CODENI, Liliana Fernández Sarubbi, bestätigte, dass die Kinder nicht getrennt werden. Durch diese Maßnahmen können die sechs Geschwister zusammenbleiben und weiterhin unter der Obhut ihrer Großmutter väterlicherseits leben. So wird gewährleistet, dass sie ihre Kindheit vereint verbringen und sich in der schwierigen Situation gegenseitig Halt geben. (ABC Color)

Paraguay erhält erste Abfalltrennanlage in Cateura. Paraguay steht kurz davor, seine erste Abfalltrennanlage in Cateura in Betrieb zu nehmen. In Asunción wurden bereits die ersten technischen Tests der zukünftigen Anlage für die Trennung von kommunalem Hausmüll durchgeführt. Wie die Tageszeitung Hoy informiert, würde diese Anlage die erste des Landes mit dieser installierten Kapazität sein. Die Maschinen für die Anlage wurden vor der endgültigen Inbetriebnahme eingehend geprüft. Die Einrichtung verfügt über drei Trennhallen mit jeweils rund 380 Tonnen Tageskapazität, was eine Gesamtkapazität von rund 1.000 Tonnen pro Tag ermöglicht.
Ziel der Anlage sei, das Volumen wiederverwertbarer Abfälle zu erhöhen und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen der derzeitigen Recyclingarbeiter zu verbessern, die aktuell etwa 5 % des recycelbaren Materials trennen. Mit den Maschinen soll eine Trennquote von 20 % erreicht werden, was 120 bis 150 Tonnen wiederverwertbarer Materialien täglich entspricht. Nicht wiederverwertbare Abfälle werden direkt in Lastwagen zur Endlagerung nach Villa Hayes gebracht. (Diario Hoy)

Ärzteverband fordert Sprachkenntnisse von ausländischen Medizinstudierenden. Nach Angaben von Última Hora fordert der paraguayische Ärzteverband staatliche Institutionen auf, von ausländischen Medizinstudierenden den Nachweis von Kenntnissen der offiziellen Landessprachen zu verlangen. Die Sprachakkreditierung sei notwendig, um der zunehmenden Kommerzialisierung der medizinischen Ausbildung entgegenzuwirken, die insbesondere arme und vulnerable Patienten durch Kommunikationsbarrieren benachteilige.
Der Ärzteverband ersucht das Bildungsministerium, die Zertifizierung zur Voraussetzung für Zulassung, Immatrikulation und Verbleib im Studium zu machen. Zudem sollen der Nationale Rat für Hochschulbildung, CONES, und die Nationale Akkreditierungsagentur für Hochschulbildung, ANEAES die geltenden Gesetze durchsetzen und Sprachkompetenz in Spanisch sowie Guaraní als zentrales Akkreditierungskriterium festlegen, auch im Gesundheitswesen. (Última Hora)

Im botanischen Garten und Zoo in Asunción finden gerettete Tiere Zuflucht. Principio del formularioDer Botanische Garten und Zoo von Asunción befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Ursprünglich als klassischer Zoo gegründet, wird er heute zunehmend zu einem Zufluchtsort für gerettete Wildtiere. Darüber informiert Última Hora. Der Grund dafür ist die stetige Aufnahme verletzter, verwaister oder beschlagnahmter Tiere sowie das Fehlen anderer geeigneter Einrichtungen. Wie die Veterinärin Stella Espínola erklärt, stammen nahezu alle Tiere inzwischen aus Rettungen oder Spenden: darunter Tiger aus Zirkussen, Pumas, deren Mütter getötet wurden, oder Vögel, die nicht mehr flugfähig sind. Viele von ihnen können nicht ausgewildert werden und finden hier ihr dauerhaftes Zuhause.
Daher entwickelt sich der Zoo faktisch zu einem Schutzgebiet, in dem das Wohl der Tiere Vorrang hat. Derzeit beherbergt die Einrichtung etwa 65 verschiedene Tierarten mit insgesamt 800 Tieren.  Seit November übernimmt die Stadt Asunción die Futterversorgung der Tiere. Wie Espínola mitteilte, konnte die Stiftung Marys Llorens dadurch finanzielle Mittel für Reparaturen und bauliche Verbesserungen einsetzen. Trotz Fortschritten ist der Zoo weiterhin sanierungsbedürftig, unterstreicht die Veterinärin Stella Espínola. (Última Hora)

Taipei Tech zeichnet junge Paraguayerin aus. Die 23-jährige Paraguayerin Paula Roa, Elektroingenieurin, wurde von der National Taipei University of Technology mit dem Zertifikat „Outstanding Academic Performance“ für ihre hervorragenden akademischen Leistungen ausgezeichnet. Wie Última Hora berichtet, absolvierte sie ihr gesamtes Studium auf Chinesisch in einem stark wettbewerbsorientierten Umfeld. Paula Roa war die einzige Ausländerin in ihrem Studiengang. Paula wuchs in Paraguay auf und ging im alter von 18 Jahren, während der Pandemie, in die Republik China auf Taiwan. Laut eigenen Angaben war es eine große Herausforderung, die Komfortzone zu verlassen, um entfernt von Familie und Kultur zu studieren. Sie betonte die Bedeutung der Sprache als Schlüssel zum Erfolg, da Englisch für sie das Werkzeug gewesen sei, das ihr viele Türen geöffnet habe. Ein Vollstipendium der taiwanesischen Regierung ermöglichte ihr das Studium in Taiwan. Ihre Abschlussarbeit befasste sich mit der kontaktlosen Messung von Herz- und Atemfrequenz mittels Radars, einer vielversprechenden Technologie für die intelligente Gesundheitsversorgung. (Última Hora)


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