Ein Held des Chaco-Krieges hat seinen 110. Geburtstag gefeiert. Wie die Tageszeitung Hoy berichtet, wurde der Veteran Canuto González Britos vom paraguayischen Heer als einen der letzten Überlebenden des Chaco-Krieges in seinem Wohnort in Luque, im Stadtteil Amistad, geehrt. Anwesend zu der 110. Geburtstagsfeier von González Britos waren Familienmitglieder, Freunde und Vertreter des Militärs. Auch Verteidigungsminister Óscar González sowie hochrangige Armeeführer nahmen an der Feier teil, ebenso Offiziere, Unteroffiziere und Rekruten, um den mutigen Einsatz des Veteranen für das Land zu würdigen.
Canuto González diente im Infanterieregiment Nr. 2 Ytororó und kämpfte in der Schlacht von Boquerón. Er gilt als Symbol für Opferbereitschaft, Hingabe und Mut während seines Dienstes in dieser historischen Auseinandersetzung. Der Chaco-Krieg zwischen Bolivien und Paraguay dauerte von 1932 bis 1935.
Wie auf der Website des Paraguayischen Nationalsekretariats für Kultur zu entnehmen ist, war der Chaco-Krieg der größte militärische Konflikt Südamerikas im 20. Jahrhundert. Aus militärischer Sicht endete der Chaco-Krieg mit einem Sieg Paraguays, im Gegensatz zum Dreibundkrieg, der mit Niederlage und Zerstörung einherging. Der Chaco-Krieg war stärker technisiert, mit gut ausgebildeten Offizieren, weniger dicht besiedeltem Gebiet und geringerem Schaden für die Zivilbevölkerung.
Der Krieg stärkte das paraguayische Militär politisch, während Bolivien politische Instabilität erlitt. Wirtschaftlich und sozial war der Krieg ein Rückschlag. Eusebio Ayala mahnte damals, dass arme Nationen ihre knappen Mittel nicht für Zerstörung verschwenden sollten. (Diario Hoy/https://cultura.gov.py)
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