Morgennachrichten von Radio ZP-30 am 25. August 2025


Einer der am Donnerstag verschollenen Paraguayer in chilenischen Gewässern ist lebend aufgefunden worden. Die chilenische Marine berichtete am Samstagabend, dass der Marinehubschrauber N-44 des Marinestützpunktes in Puerto Williams ein komplexes Manöver durchführte, um den Paraguayer Juan Andrés Rojas Casco zu retten. Rojas Casco gehört zu den vier Besatzungsmitgliedern des Motorbootes „Ana Belén“, das am vergangenen Donnerstag auf chilenischen Gewässern kenterte. Wie die Tageszeitung La Nación den Kommandanten eines Marineflugzeugs zitiert, wurde ihnen beim Überfliegen des Küstengebietes von einem Fischereifahrzeug gemeldet, eine Person auf einem Felsen gesichtet zu haben. Schnell wurde festgestellt, dass es sich um einen der vermissten Paraguayer handelte. Der gekenterte Fischer befand sich an einer Klippe, die sowohl für Boote als auch für den Hubschrauber aufgrund von Fallwinden schwer zugänglich ist. Fallwinde sind starke, abwärts gerichtete Windströmungen; aufgrund dieser Winde wurde entschieden, einen Rettungsschwimmer einzusetzen. Sie sind dafür ausgebildet und ausgerüstet, in felsigem Gelände und schwer zugänglichen Brandungszonen zu operieren.
Die Bergung dauerte etwa 25 Minuten, eine Zeitspanne von entscheidender Bedeutung, da sie zu dem bereitstehenden Rettungsboot schwimmen mussten, das sich an einem sicheren Ort befand.
Nach seiner Luftbergung wurde der Paraguayer von Sanitätspersonal der Marine stabilisiert und überwacht, bis er Samstag gegen 20 Uhr, nach einer sechsstündigen Fahrt, in das Krankenhaus Cristina Calderón eingeliefert wurde.
Die chilenische Marine teilte in einer offiziellen Mitteilung mit, dass die Suche über den Verbleib der drei weiterhin vermissten Besatzungsmitglieder ohne Erfolg blieb. Der Hafenkommandant von Puerto Williams betonte, dass die Anstrengungen in der Region unvermindert fortgesetzt werden. Er wies darauf hin, dass das Gebiet geografisch, maritim und wettertechnisch sehr anspruchsvoll sei. Außerdem befände man sich mitten im Winter und das in einer der südlichsten Regionen der Welt. Die Entdeckung des Fischers gäbe neue Hoffnung, so der Kommandant, man müsse jedoch verantwortungsbewusst und realistisch bleiben, da die Bedingungen des Unglücks, die Wassertemperatur und die verstrichene Zeit die Operation äußerst schwierig machen.
Das Unglück des Motorbootes ereignete sich am vergangenen Donnerstag, als das Boot, mit dem die vier Landsleute unterwegs waren, etwa 200 Kilometer südlich von Punta Arenas in Chile sank. Punta Arenas liegt in der Südspitze des Landes und ist eine der größten Städte in der gesamten Region Patagonien. Sie ist nur 1 tausend 400 Kilometer von der Küste der Antarktis entfernt und dennoch ist Punta Arenas eine pulsierende und moderne Stadt, die der perfekte Ausgangspunkt für die Erkundung der Antarktis ist. (La Nación)


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