Nationale Nachrichten

Montag, 17/11/2008


Villa Hayes: Lebensmittel-Transporte für Alleinerziehende. - Das nationale Notstands-Sekretariat SEN hat Lebensmittel-Transporte in die Villa Hayes-Stadtviertel Pañete und Cerro entsandt. Die Präsidentin der Nachbarschafts-Komission des Nachbarortes Villa Angélica - Frau María Mbaybé, hatte eine Liste mit 120 Familien erstellt, die ein Lebensmittel-Packet erhalten sollten. Die gelieferten Lebensmittel wurden vor allem an alleinerziehende Mütter in den beiden Stadtvierteln geliefert. Jedes Paket enthält über 40 Kilogramm Lebensmittel. Darunter befinden sich Nudeln, Reis, Locro, Bohnen, Mais, Zucker, Öl, Yerba, Mehl, Erdnüsse und Salz. Es wurden aber auch schon Unzufriedene Stimmen in diesen Gegenden hörbar. Es gebe noch viel mehr hilfsbedürftige Familien in der Ortschaft und deshalb sei es ungerecht, nur eine bestimmte Gruppe mit SEN- Lebensmitteln zu versorgen, so die Gruppe der Kritiker und Neider. Frau Mbaybé teilte inzwischen mit, daß die Ortschaft voraussichtlich zum Monats-Ende mit einer weiteren Ladung unterstützt werde. (abc)

 

Asuncion: Neue BID-Hilfen angekündigt. - Die interamerikanische Entwicklungsbank BID erwägt eine weitere Finanz-Hilfe von insgesamt 300 Millionen US-Dollar. Diese soll laut Presse-itteilung schon im kommenden Jahr an Paraguay ausgehändigt werden. Das Geld soll zur Modernisierung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Land eingesetzt werden. Das gab Vladimir Radovic - ein Angestellter der BID - der Zeitung Ultima Hora bekannt. Von dem Betrag seien 170 Millionen US-Dollar für Wegebauarbeiten bestimmt, 50 Millionen US-Dollar für die Entwicklungs-Agentur-AFD und 80 Millionen für den Wiederaufbau des Bürger-Zentrums in Asuncion. Am vergangenen Mittwoch traf sich Finanzminister Dionisio Borda mit den BID-Vertretern und bat um finanzielle Unterstützung. Paraguay müsse sich für die befürchteten Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise noch besser wappnen. (uh)

 

Asuncion: Anti-Diskriminierungs-Abkommen. - Am vergangenen Wochendende haben das Öffentliche Sekretariat und das nationale Kultursekretariat ein Anti-Diskriminierungs-Abkommen deklariert. Das wurde vom nationalen Kultursekretariat an die Presse vermittelt. Somit haben sich die beiden öffentlichen Institutionen auch verpflichtet, künftig die notwendigen Ressourcen für entsprechende Projekte bereitzustellen. Die Gleichberechtigung im Land soll gefördert und die Diskriminierung infolgedessen besser unterbunden werden. Das Abkommen wurd vom Minister des nationalen Sekretariats für Kultur - Ticio Escobar und der Ministerin des Öffentlichen Sekretariats, Lilian Soto - als Institutions-Vertreter - unterzeichnet. (abc)

 

Yacyretá: US-Beratung für Yacyreta-Direktoren. - Die paraguayische und argentinische Leitung der binationalen Einheit Yacyretá, Carlos Cardozo und Oscar Thomas haben sich in den USA zu Verhandlungen getroffen. Dabei ging es primär um die fällige Modernisierung des Kraftwerks-Kontrollsystems. Der Umstieg auf das amerikanische System „SCADA" steht dabei im Zentrum der Diskussion. Die Doppelführung des Wasserkraftwerkes wird dabei auch von den Vertretern des nordamerikanischen Unternehmens „Montgomery-Watson-Harza" betreut. Diese bieten der Kraftwerks-Direktion von Yacyretá: Technische Informationen, finanzielle Beratungen und eine Anwender-Schulung für das SCADA-Kontroll-System. Nach den Beratungen wird das paraguayisch-argentinische Direktoren-Duo - Cardozo und Thomas noch einige SCADA-kontrollierte Einrichtungen in den USA besichtigen. Wie die Zeitung lanacion mitteilte, war das neue Kontrollsystem bereits seit längerem überfällig. (lanacion)

 

Asuncion: 100 Tage Fazit der Regierung. - In dieser Woche gehen die resten 100 Tage der Regierung, des neugewählten Staatspräsidenten Fernando Lugo zu Ende. Nach Abschluss dieser 100 Tage-Etappe wird auch eine erste Selbst-Auswertung seiner Arbeit erwartet. Dabei soll auch die Frage geklärt werden, welches Gesellschaftsmodell Paraguay mit Fernando Lugo letztendlich übernimmt. (lanacion)

 

Asuncion: Opposition übt Regierungs-Kritik. - Luis Sarquis, der Vorsitzende der Oppositionspartei von Castiglioni, hat Fernando Lugo kritisiert. Die Regierung unternehme zu wenig, um die Arbeiten am Binationalen Elektrizitätswerk Yacyretá abzuschließen. Der Parlamentarier erklärte weiter, daß durch den Stillstand der Arbeiten über 10 tausend Angestellte ohne Beschäftigung seien. Somit würde auch der Lebens-Unterhalt der Menschen gefährdet, die rund um Yacyretá lebten. Es sei notwendig, die Problematik von der Staatsanwaltschaft untersuchen zu lassen erklärte Sarquis. Auch Oscar Tuma von der UNACE-Partei meinte, daß die gegenwärtigen Umstände bewiesen, daß die Korruption noch immer nicht ausgemerzt sei. Die undurchsichtige Handlungsweise der neuen Verwaltung - im Binationalen Kraftwerk Yacyretá - sei lediglich die Fortsetzung der bisherigen Führung. (lanacion)

 

Asunción: Mobil-Telefon-Branche boomt. - Die vier Celular-Telefon-Gesellschaften in Paraguay haben allein im September eine Gesamtsumme von 455 US-Dollar durch den Verkauf von Telefonlinien gemacht. Das gab die Studiendirektion des Staatlichen Untersekretariats für Wirtschaft und Integration bekannt. Ihren Angaben zufolge, sind damit die Verkäufe um etwas mehr als 15 Prozent - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Wenn man außerdem den Spannungsbereich des wechselhaften Ab- und Zunehmens der Verkäufe in Betracht ziehe, könne man sogar von einem Zuwachs um fast 17 Prozent - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum September sprechen. Alle Beobachtungen der Mobiltelefon-Verkäufe zwischen September 2006 und 2008 zeigen deutlich eine wachsende Tendez. Dieses sei zudem auch wichtig für den wirtschaftlichen Bereich Paraguays. – Die Mobiltelefonverkäufe sind überdies auf dem nordamerikanischen und europäischen Markt zurückgegangen, was mit dem momentanen wirtschaftlichen Abstieg zu begründen sei. Diese Zahlen wurden heute von der Zeitung La Nación veröffentlicht. (lanacion)

 

Asuncion: Positives Echo zur Bischofs-Entscheidung. - Die Entscheidung der Kirchenführer Paraguays zum Ende voriger Woche wurde in der Bevölkerung und den Medien allgemein positiv bewertet. Die Bischofs-Konferenz CEP hatte sich entschieden, die Verfügungs-Gewalt über den Itaipu-Hilf-Fonds abzulehnen. Der Staatspräsident Fernando Lugo hatte der Episkopalen Konferenz von Paraguay CEP angeboten, den Fonds von 15 Millionen Dollarn des Itaipu zur Nutzung für Landwirtschaftliche Programme zu verwalten. Es sei vor allem wichtig, staatliche und kirchliche Aufgaben auseinander zu halten, schreibt die Zeitung La Nación zu diesem Thema. Die Kirche sehe ein Risiko darin, die Grenzen zwischen politischen und kirchlichen Aufgaben zu verwischen. Ein sogar noch konfliktreicheres Thema sei das umstrittene Land-Eigentum. Es sei zwar verständlich, der Kirche durch eine solche Aufgabe mehr Verantwortung anvertrauen zu wollen. Jedoch sei keinem geholfen, wenn Übersicht und Transparenz verloren gingen. (lanacion)

 

Asuncion: Korruption in Paraguay. - Die Korruption in den öffentlichen und politischen Bereichen des Heimat-Landes ist auch weiterhin der größte Stachel im Leib der paraguayischen Gesellschaft. Zu dieser Feststellung kam die Umfrage „Latinobarómetro 2008". Die Spezielle Meinungs-Umfrage beschäftigt sich zentral mit der Bevölkerungs-Meinung Lateinamerikas, zum Thema „Korruption im öffentlichen Dienst". Daraus geht hervor, daß - gemäß Volks-Meinung - die Gesellschafts-Geißel "Korruption" bisher kaum bekämpft, geschweige den ausgemerzt wurde. Laut Umfragen-Ergebnis in Lateinamerika, steht Paraguay mit etwas mehr als 64 Prozent Korruption an der Spitze der Korrupten Länder. Danach folgen Brasilien mit 61 Prozent, Chile mit 48 und Uruguay mit 45 Prozent. Diese Einschätzung Paraguays auf dem Kontinent sei besorgniserregend - titelte die Tages-Zeitung lanacion. Im Bereich der Korruption innerhalb der politischen Führungs-Gremien wurde Paraguay sogar mit 74 Prozent Korruptions-Verseuchung am höchstem eingschätzt. Die Umfrage ergab außerdem, daß nur 26 Prozent der Bevölkerung eine wirkliche Bekämpfung der Korruption von Regierungs-Seite sehen können. Auf die Frage nach der Vertrauenswürdigkeit des gegenwärtigen Parlaments, hätten sich sogar weniger als die Hälfte positiv geäußert. (lanacion)

 

Asunción: Modernisierung des Wasserkraftwerks-Controlsystems. - Die argentinischen und paraguayischen Direktoren des Binationalen Wasserkraftwerks Yacyretá, Carlos Cardozo und Óscar Thomas, eröffnen heute in den USA eine Reihe von Sitzungen mit Representanten der nordamerikanischen Firma Montgomery-Watson-Harza - MWH. Während dieser Zusammenkünfte sollen die Direktoren auch Informationen darüber erhalten, wie das ausgewählte neue Kontrollsystem SCADA künftig technisch und finanziell gehandhabt werden kann. Seit dem Bau des Werkes war das Kontrollsystem noch kein einziges Mal aktualisiert worden. Dieses sei nun umso dringender. Außer der Teilnahme an den Sitzungen besuchen Carlos Cardozo und Óscar Thomas auch vergleichbare technische Einrichtungen in den USA, die das SCADA Kontroll-System bereits anwenden. Damit sollen auch die technischen Grundlagen geschaffen werden, um eine Ausschreibung für die Yacyretá-Modernisierung zu ermöglichen. Die Ausschreibung wurde von der Kraftwerksleitung bereits für das kommende Jahr angesetzt. Das SCADA-System erlaubt es den Kontrolleuren, alle relevanten und aktuellen Daten zu überwachen. Das soll auch der gesamte Betrieb in und um das Elektrizitätswerk effizienter kontrolliert werden. Mittels präziser Störungs-Alarm-Anlagen können Risikosituationen erkannt und somit auch gezielter gegen deren Ursachen vorgegangen werden. Die Installation des SCADA-Kontrollsystems soll jedoch die Energie-Produktion nicht Unterbrechen, wurde erklärt. Aus diesem Grund müsse es langsam integriert werden. Mit der Fertigstellung könne deshalb erst in etwa zwei Jahren gerechnet werden.

 

Encarnación: Caña-Dulce-Fabrik strebt Export an. - Die Verarbeitungsanlage der Cooperative General Artigas in Encarnación will neuerdings auch den sogenannten Braunen Zucker herstellen. Dieser soll dann zunächst auf dem internen Markt und später bis ins Ausland verkauft werden. Seit Beginn ihres Betriebes vor etwa anderthalb Jahren, hat die Fabrik schon über 100 tausend Liter Alkohol produziert und an paraguayische Firmen verkauft. Auch etwa 6 tausend liter Zuckerrohr-Syrup werden täglich hergestellt. Die Geschäftsführer der Kooperative General Artigas im Departament Itapúa erklärten, daß die Verarbeitungsanlage ein entscheidedner Verbesserungs-Faktor für die Region sei. Zahlreichen Familien erhielten seitdem Betriebs-Beginn ein regelmäßiges Einkommen mit dem Anbau von Zuckerrohr. Die Alkohol und Zucker-Fabrik-Anlage wurde im Gebiet der Gemeinschaft Yukyray in General Artigas errichtet. Die etwa 150 Bauern in dieser Gegend besitzen meist einen halben bis ganzen Hektar, zur Anpflanzung dieser Gräser-Art. Die Hektar-Anzahl zur Bedarfs-Deckung des Industrialisierten Zuckerrohr-Verarbeitung soll im nächsten Jahr auf rund 1 tausend aufgestockt werden. Damit würde dann auch eine Menge erreicht, um die rentable Herstellung von Etanol zu sichern.

 

Ciudad del Este: Bekämpfung der Dengue-Krankheit. - Angesichts der 65 Dengue Fälle in Foz de Yguazú im vergangenen Jahr, hat der öffentliche Sektor mit der systematischen Dengue-Bekämpfung begonnen. Mit Unterstützung der Öffentlichen Gesundheits-Institutionen in Paraguay und Argentinien werden die Arbeiten in den Grenzregionen zwischen beiden Ländern begonnen. Diese Informationen stammen aus Medienberichten der Stadt-Presse. Zuerst wurden Konferenzen einberufen, zu denen die zuständigen Bereichs-Vertreterder neun Munizipien geladen wurden. Der betroffene Bereich gehört zur 9. Gesundheitsregion Brasiliens und wird von Foz de Yguazú aus betreut. Auch der Vorsitzende und Techniker der öffentlichen und privaten Sektoren zur Bekämpfung der Mücke Aedes Aegypti war zuegegen. Man wolle nun optimale Strategien erarbeiten, um die Ausrottung der Überträgermücke zu erreichen. Damit soll die Möglichkeit eines erneuten Ausbruchs der Dengue-Epidemie gemindert werden.

 

Caaguazu: Ersten Landwirtschaftsschule für Eingeborene. - Am vergangenen Samstag wurde im Departament Caaguazu eine Landwirtschaftsschule eröffnet. Das Gebäude steht auf der Höhe des Kilometerstein 225 an der Ruta 7, im Distrikt von J. Eulogio Estigarribia. Es wurde für die Angehörigen der Indianier-Gemeinschaft "Mbya guaraní" gegründet. Die neue Agrar-Bildungs-Anstalt nennt sich "Che’íro Ára Poty". Das neue Gebäude wurde von der Südamerikanischen Fussballvereinigung finanziert. Deren Präsident, Nicolás Leovom, übergab das Gebäude am Wochenende in einem bewegenden zeremoniellen Akt seiner neuen Bestimmung. Das Ziel ist, schon im Jahr 2011 die ersten Absolventen zu feiern. (lanacion)