San José, Costa Rica: Paraguay verteidigt sich vor interamerikanischem Gerichtshof für Menschenrechte. Gestern haben 6 Richter fast 10 Stunden lang die Zeugen in dem Fall Arrom-Martí verhört. Mehrere Unklarheiten zu der Anklageschrift konnten so aus dem Weg geräumt werden. Der Gerichtshof gab nun für alle Seiten bis zum 8. März Zeit um schriftlich noch letzte Argumente zu präsentieren. Danach werden die Richter ein Urteil fällen. Ein Datum oder Auslauftermin dafür wurde offengelassen. Als erstes wurde der Ankläger Juan Arrom per Video aus Brasilien zugeschaltet. Zunächst wurde er von dem Verteidigungsanwalt des paraguayischen Staates, Sergio Coscia verhört, dann von den Richtern des Gerichtshofes. Dabei stellten sich einige Punkte seines Berichts als fragwürdig heraus, wie aus den Fragen und Bemerkungen der Richter hervorging. Abschließend hieß es, Arrom und Martí forderten jeweils 50 Millionen US-Dollar als, so wörtlich, „symbolische Anerkennung der Ernsthaftigkeit der Tatsachen“. Danach kam auch die Schwester von Arrom zu Wort. Der andere Ankläger, Anuncio Martí, hatte sein Zeugnis schriftlich eingeschickt. Danach mussten die Zeugen der Verteidigung des paraguayischen Staates das Zeugenpodium betreten. Der ehemalige Generalstaatsanwalt Oscar Germán Latorre und Staatsanwalt Edgar Sánchez.
Última Hora fasst die Argumente wie folgt zusammen: Die Ankläger behaupten, Polizisten hätten mit Autorisierung des Innenministeriums die beiden Männer Arrom und Martí entführt und gefoltert. Die Beamten hätten angeblich versucht sie dazu zu zwingen, die Schuld der Entführung von María Edith Bordón de Debernardi auf sich zu nehmen, im Rahmen eines Plans ihrer politischen Bewegung Patria Libre um die Regierung zu destabilisieren. Arrom und Martí nannten in dem Zusammenhang spezifische Namen. Die Verteidigung hingegen behauptet, Arrom und Martí hätten die Situation simuliert, als bekanntwurde, dass sie Teil des Lösegeldes das für Frau de Debernardi gezahlt worden war, in ihrem Besitz hatten. Außerdem behauptete die Verteidigung, die Bewegung „Patria Libre“ hätte durch Arrom ein Abkommen mit der kolumbianischen Guerilla-Organisation Farc geschlossen, um die sogenannte „Entführungs-Industrie“ in Paraguay zu starten. Den Aussagen zufolge gibt es Beweise, dass die Farc Geld und Training für die Entführungen beigesteuert hat. (Última Hora/IP Paraguay)

 

Ciudad del Este: Wahljustiz ruft zu Bürgermeisterwahlen auf. Nachdem Bürgermeisterin Sandra McLeod wegen Unregelmäßigkeiten abgesetzt wurde, soll nun am 8. Mai gewählt werden, wie La Nación informiert. Die parteiinternen Vorwahlen finden am 24. März statt. Die dann gewählte Person würde dann den Termin von 2015-2020 abschließen. Der Clan Zacarías-Irún hatte 17 Jahre lang Ciudad del Este regiert. Im vergangenen November hatte die Abgeordnetenkammer für eine Intervention der Stadtverwaltung gestimmt. Die darauffolgende Untersuchung stellte zahlreiche Unregelmäßigkeiten und Betrugsfälle fest. (La Nación/Archiv ZP-30)

Salto del Guairá: Die Marine und die Direktion für Waffen haben gestern mehrere illegale Häfen am Paraná gesprengt. Wie die Zeitung ABC Color berichtet, waren die Häfen von Schmugglern genutzt worden, um Zigaretten, Elektronikartikel, Waffen und Drogen über den Fluss nach Brasilien zu schmuggeln. In einem Einsatz der Staatsanwaltschaft waren vor einigen Tagen Boote und Schmuggelware konfisziert worden. Trotzdem sei der Schmuggel fortgesetzt worden, so der Staatsanwalt. (ABC Color)

Independencia: In der Kolonie soll eine Zucker- und Alkoholfabrik gebaut werden. Wie „Cinco días“ berichtete, sollen anfangs 50 Millionen US-Dollar dafür investiert werden. Die Aktiengesellschaft Isapa Paraguay will damit die fünftausend Tonnen Zuckerrohr, die in der Gegend täglich produziert werden, weiterverarbeiten. Bisher übernahm die Kooperative Carlos Pfannl die Produktion von Zucker und Alkohol. Nun sollen die alten Installationen der Kooperative, zu der neuen Fabrik umgebaut werden. Unterstützung kommt dabei von Investoren aus Spanien. Das Projekt soll 2021 fertiggestellt werden. Bis dahin könnten sich die Investitionen verdoppelt haben. (Cinco días)

Asunción: Forscher der nationalen Universität untersuchen mögliche Verbesserungen in der Kokosöl-Herstellung. Wie Radio Ñanduti berichtet, werden die Wissenschaftler unterstützt von einer brasilianischen Firma, die sich auf Landwirtschaftstechnik spezialisiert hat. Wie es in dem Bericht heißt, könnte mit neuen Extraktionsmethoden die Rendite deutlich gesteigert werden. Außerdem könnte man die Qualität des gewonnenen Kokosöls dahingehend verbessern, dass es als Bestandteil von Biodiesel verwendet werden kann. In Paraguay gibt es bisher ein Unternehmen, das seit 80 Jahren im großen Stil Kokosöl produziert. (www.nanduti.com.py)

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