Missionsnachrichten

NATIONALE NACHRICHTEN

Zunächst eine Mitteilung aus den lokalen Kirchengeschehen:

Die Buena Vista Mennonitengemeinde feiert an diesem Sonntag ein Tauffest. 6 Personen lassen sich auf den Glauben an Jesus Christus taufen. Möge Gott das Tauffest, das anschliessende heilge Abendmahl und die ganze Gemeindefamilie segnen!

Die deutsche Bibelgesellschaft hat eine neue Übersetztung des Neuen Testaments, genannt die BasisBibel, herausgegeben. Als Mitarbeiter der paraguayischen Bibelgesellschaft verteilt Herr Alfredo Altamirano die neue deutsche Bibel unter der deutschsprachigen Bevölkerung in Paraguay. Über die neue Bibelübersetzung informiert Herr Altamirano im folgenden Interview: Interview – A. Altamirano

Radio ZP-30 hilft im Auftrage der paraguayischen Bibelgesellschaft die BasisBibel kostenlos hier im Chaco zu verteilen. Mehr darüber berichtet Missionar Dennis Wiebe im folgenden Beitrag. Gleichzeitig informiert Herr Wiebe über den aktuellen Stand der Dinge bezüglich der neuen Camioneta, die eigens für den Gebrauch der Besuchsdienste seitens der Missionare gekauft wurde: Interview – D. Wiebe

INTERNATIONALE NACHRICHTEN

Argentinien: Die Verteilaktionen von "Every Home for Christ" wecken in vielen Menschen Neugier auf den Glauben und bringen Tausende zu Jesus Christus. Aber Gott bewirkt auch Heilungswunder. "Every Home for Christ" arbeitet verstärkt unter den Wichi Indianern Argentiniens. Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie auch anderen vom Evangelium weitersagen möchten. Nach einer grossen Erweckung in ihren christlichen Kleingruppen fühlten die gläubigen Wichi den Drang, anderen Stämmen im benachbarten Bolivien von Jesus Christus zu erzählen. Während des Sommereinsatzes 2011 wurden 3000 Wichi des Nachbarlandes erreicht. Es ist ein gefährliches Unternehmen, in die Urwalddörfer Boliviens vorzudringen, besonders wegen der Schlangen und dem Mangel an Strassen. Ein Mitarbeiter musste ohne Unterschlupf zehn Stunden im strömenden Regen warten. Bei solchem Wetter kommen auch Giftschlangen aus ihren Verstecken. Doch Gott beschützt die Mitarbeiter, die sich bemühen, das Evangelium in jedes Haus und jede Hütte zu bringen. Viele Menschen kommen dadurch zum Glauben an Jesus Christus.

Iran: Im Iran entschliessen sich Hunderttausende Muslime, Christen zu werden, obwohl sie mit Verfolgung durch die Islamische Republik rechnen müssen. Wie die Londoner Zeitung «The Times» berichtet, kann der Religionswechsel den Verlust von Familie, Arbeitsplatz und des Lebens bedeuten. Trotzdem werde die Zahl der Christen mit muslimischen Wurzeln inzwischen auf mehr als 500 tausend geschätzt. In den nächsten Jahren könne ihre Zahl nach Einschätzung von Experten wie dem christlichen Hilfswerk Elam um Hunderttausende, wenn nicht Millionen anwachsen. Offiziell leben unter den 74,2 Millionen Einwohnern Irans 393 tausend Christen aus orthodoxen Kirchen ethnischer Minderheiten wie der Armenier oder Syrer. Sie dürfen der Times zufolge Gottesdienste in ihrer Muttersprache abhalten, während der Staat immer stärker gegen Kirchengemeinden vorgehe, die Gottesdienste in der persischen Sprache Farsi anbieten. Sie würden entweder geschlossen oder gezwungen, ihre Versammlungen auf Farsi einzustellen. Viele ihrer Pastoren seien verhaftet worden. Betroffen seien pfingstkirchliche, anglikanische und katholische Kirchen. Nach dem islamischen Religionsgesetz Scharia, das im Iran gilt, kann der Übertritt von Muslimen zu einer anderen Religion mit dem Tode bestraft werden. Internationales Aufsehen erregt hat der Fall von Pastor Youcef Nadarkhani. Der 35-jährige frühere Leiter einer Untergrundgemeinde nahm mit 19 Jahren den christlichen Glauben an. Er ist wegen «Abfalls vom Islam» und «Verbreitung nicht-islamischer Lehren» zum Tode verurteilt und sitzt seit 2009 im Gefängnis von Rascht ein. Doch Nadarkhani ist der Times zufolge kein Einzelfall. Insgesamt seien mindestens 14 christliche Gemeindeleiter wegen christlicher Aktivitäten in Haft. Seit Anfang 2011 seien im Iran mehr als 300 Christen festgenommen und verhört worden – manche nur für ein paar Stunden, andere für Wochen und Monate. Viele würden aufgefordert, ihrem Glauben abzusagen. Wenn Menschen im Iran zum Glauben an Jesus Christus kommen, eine christliche Gemeinde besuchen und dies bekannt werde, versuchen die Behörden, sie einzuschüchtern. Sie bestellen sie zum Verhör. Ausserdem verlieren sie fast immer ihre Arbeitsstelle und ihre Mietwohnung. Auch der Ausbildungs- oder Studienplatz könne ihnen genommen werden.

Deutschland: Eine rollende Ausstellung informiert künftig über Luthers Wirken. Ein „Reformations-Mobil“ wird künftig durch Deutschland rollen, um über das Wirken Martin Luthers zu informieren. Anlass ist das Reformationsjubiläum im Jahr 2017. Dann jährt sich die Veröffentlichung von Luthers 95 Thesen, die die Reformation auslösten, zum 500. Mal. Der umgebaute Doppelstock-Reisebus war bisher als Bibelmobil unterwegs. Am 27. Juli wurde die rollende Ausstellung beim Festival der Reformation in Zeitz in Dienst gestellt. Der Bus bietet im Unterdeck unter anderem eine Ausstellung zur Entstehung der Bibel sowie einen Buchladen. Das Oberdeck beherbergt zwei multimediale Unterrichts- bzw. Gesprächsräume. Das Angebot richtet sich insbesondere an Schulklassen, wird aber auch auf öffentlichen Plätzen zur Beschäftigung mit der Reformation einladen. Das mobile Bildungszentrum befindet sich in Trägerschaft der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Das Bibelmobil wurde zum „Jahr mit der Bibel“ 1992 ins Leben gerufen. Zunächst unter dem Dach der Bibelgesellschaft unterwegs, wurde der Bus 2005 ein Projekt der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland. Jährlich machen sich etwa 16.000 Gäste, überwiegend Schüler, einen Eindruck vom „Buch der Bücher".

Indien: Die Übergriffe gegen Christen durch extremistische Anhänger des Hinduismus haben auch in den vergangenen drei Monaten nicht nachgelassen. Gottesdienste wurden überfallen und Christen schikaniert, verprügelt und mit dem Tod bedroht. Für gewöhnlich finden die Übergriffe in entlegenen oder ländlichen Gebieten statt und werden häufig lautstark begleitet von der Aufforderung an Christen, ihrem "falschen Glauben" abzusagen. Indien den Hindus!, so die Botschaft von nationalistischen Hindu-Extremisten an Andersgläubigen, obwohl die Verfassung Indiens der Welt Religionsfreiheit garantiert. Indien belegt auf dem Weltverfolungsindex von Open Doors Platz 32. Aus den vergangenen Wochen wurden folgende Vorfälle berichtet:

Bundesstaat Andra Pradesh: Am 24. Mai wurde eine die "Seyonu Prarthana Mandhiram"-Kirche in Shelanagar niedergebrannt. Zuvor hatten lokale Anführer behauptet, das Grundstück gehöre ihnen und Druck auf die Christen ausgeübt, das Grundstück aufzugeben. Einer der Anführer ließ daraufhin das Land um die Kirche einzäunen, um seinen Besitzanspruch durchzusetzen. Der Pastor erstattete Anzeige. Zwei Wochen später stand die Kirche in Flammen.

Bundesstaat Assam: Allein im Mai wurden aus diesem ostindischen Bundesstaat mehrere zumeist bewaffnete Übergriffe gegen Christen gemeldet. Das seelische Leid der verfolgten Christen wird noch verschlimmert durch den Verlust ihres Eigentums.So wurden am 23. Mai in Loharghat mehrere Christen von Hindu-Extremisten öffentlich geschlagen und bedroht, ihrem Glauben abzusagen. Andernfalls würden ihre Kirchen niedergebrannt werden. Am Vortag wurden Christen aus der Ortschaft Tulsibari im Bezirk Kamrup während einer Dorfversammlung des Rahba-Stammes verprügelt und aufgefordert, zum Hinduismus zurückzukehren - andernfalls würden sie vertrieben oder sogar getötet werden. Zehn erst vor Kurzem zum christlichen Glauben gekommene Besucher eines Sonntagsgottesdienstes in Jharapata wurden am 20. Mai von Hindu-Extremisten fünf Stunden lang schikaniert und immer wieder geschlagen. Die Christen wurden unter Druck gesetzt, ihrem Glauben abzusagen und Information über ihre Gemeindeleiter preiszugeben.

Im Gebet für die islamische Welt lasst uns in dieser Woche für Irak beten. Dazu einige Fakten:
Im Irak leben über eine Million Witwen. Sie tragen die Spuren der Gewalt der letzten Jahrzehnte in ihrem eigenen Leben. Das Land war über die letzten 32 Jahre in drei grosse, kostspielige und zerstörerische Kriege verwickelt, die viel Leid und Tod brachten. Zu den Kriegswirren kamen die Unterdrückung durch Saddam Hussein, ein misslungener Schiiten-Aufstand gegen das Regime 1991 sowie Saddams Anti-Kurden-Kampagne im Nord-Irak. Ihnen fielen mehrere zehntausend Menschen zum Opfer. Im Dezember 2011 wurden die ausländischen Armeen aus dem Irak abgezogen. Terroristische Anschläge, zuletzt eine Serie am 23. Juli mit über 100 Toten, lassen das Land nicht zur Ruhe kommen. Die traurige Bilanz: über eine Million Witwen – etwa 9 Prozent der Frauen im Land. Junge Frauen mit einem oder zwei Kindern finden meistens wieder einen Ehemann. Die älteren Witwen oder jene mit mehr Kindern können selten wieder heiraten. Die irakische Regierung unternahm einiges zur Unterstützung dieser Frauen. Das Ausmass der Not übersteigt jedoch schlicht die Möglichkeiten und Budgets der Amtsstellen. Wir können uns die Misere dieser Witwen kaum vorstellen. Ohne Mann in einer Gesellschaft zu leben, die der Berufstätigkeit und den sozialen Aktivitäten von Frauen ablehnend gegenüber steht, ist sehr schwierig. Nur wenige haben einen Verdienst, der ihnen erlaubt, ihre Familie durchzubringen. Für manche ist die Prostitution der einzige Weg, zu Geld zu kommen.

Beten Sie

Dass Gott sich der Witwen und deren Kinder annimmt und sie versorgt

Dass diese Frauen in ihrer Not Gott kennenlernen können (Johannes 17,3).

Für Mut und Kreativität und genügend Mittel für die irakischen Amtsstellen, die für Witwen und Waisen zuständig sind. Jesus überraschte die Menschen, als er die Menge mit fünf Broten und zwei Fischen speiste. Wunder sind möglich, doch gute Verwaltung der anvertrauten Güter ist ebenso nötig.

NATIONALE NACHRICHTEN

Zum 7.ten Mal tagt im Oktober der christliche Kongress für Führungskräfte der Wirtschaft und Gesellschaft in Asunción. Herr Hugo Berthold Friesen, Unternehmer und Direktor von Capellanía Empresarial, informiert im folgenden Beitrag über dem Kongress im allgemeinen, die eingeladenen Referenten, Themen und Vorkongresse: Interview – H.B. Friesen

Herr Johann Hiebert ist seit vielen Jahren als Missionar tätig. Durch regelmässige Besuche und mit dem Verteilen von christlicher Literatur bereist er immer wieder viele Departamente in Ostparaguay. Von seinen jüngsten Erfahrungen und Begebenheiten, berichtet Missionar Johann Hiebert im folgenden Beitrag: Interview – J. Hiebert

INTERNATIONALE NACHRICHTEN

Am Freitag, den 20. Juli, begann im islamischen Kalender der Monat Ramadan. In ihm sollen gesunde Muslime tagsüber weder essen noch trinken. Christen laden während des Ramadan zum Gebet für die islamische Welt ein. In zahlreichen Ländern weltweit beten Christen während des Ramadan für Muslime. Die Aktion «30 Tage Gebet für die islamische Welt» entstand 1992 während einer Tagung von christlichen Leitern. Gott legte ihnen aufs Herz, so viele Christen wie möglich für das Gebet für die islamische Welt zu gewinnen. Die Gebetsaktion wurde auf den Fastenmonat Ramadan gelegt, da viele Muslime in diesen 30 Tagen besonders nach religiösen Erfahrungen suchen und ein offenes Herz haben. Muslime glauben, dass im Ramadan der Koran «als Rechtleitung für die Menschen» vom Himmel herabgesandt wurde. Laut den Verfassern eines Hefts mit Gebetsthemen für diesen Anlass, ist Gottes Wirken in dieser Zeit beeindruckend. Tausende von Muslimen haben sich Jesus Christus zugewandt. Die Autoren verweisen auf die grossen Bemühungen, die Gute Nachricht von Jesus Christus und dem Gott der Liebe Muslimen zu bringen: Vor allem Menschen mit eigenem muslimischem Hintergrund beteiligen sich heute intensiv an dieser Aufgabe. Das Heft mit Infos und Gebetstipps wird in etwa 30 Sprachen herausgegeben und in vielen Ländern verteilt. Die Verfasser sind überzeugt, dass der Gott der Bibel sich in Jesus Christus endgültig zu erkennen gegeben hat.

Grossbritannien: Vom 27. Juli bis 12. August finden die Olymischen Spiele in London statt. Christliche Organisationen nutzen das Sportereignis, um auf den Glauben aufmerksam zu machen. Auch für den geistlichen Beistand der Athleten ist gesorgt. Die englische Bibelgesellschaft stellt im Olympischen Dorf, wo die meisten Sportler und die Funktionäre wohnen werden, 4.000 Bibeln in einer Sport-Sonderausgabe zur freien Verfügung. Sie enthalten erklärende Texte, die das Verhältnis von Glaube und Sport behandeln. Insgesamt erwarten die Veranstalter zu den Olympischen Spielen und den anschließenden Paralympics rund 15.000 Athleten. Auch die Veranstalter der Spiele haben für geistlichen Beistand der Spieler gesorgt. Im Olympischen Dorf gibt es ein Glaubenszentrum. Die christliche Organisation "Sportler ruft Sportler" (SRS) stellt unter Mitarbeit von Bettina Schellenberger für den protestantischen Bereich zwölf Seelsorger unterschiedlicher Sprachen und kultureller Hintergründe.  Die englische Bibelgesellschaft beteiligt sich zusammen mit vielen anderen christlichen Organisationen an der Aktion "More Than Gold" (zu deutsch: "Mehr als Gold"). Dabei handelt es sich um ein Netzwerk englischer Kirchen und Gemeinden, die die Olympischen Spiele nutzen wollen, um durch öffentliche Aktionen auf den christlichen Glauben aufmerksam zu machen. Das Netzwerk dient als Basis für den Ideenaustausch und die Arbeitsteilung.

NATIONALE NACHRICHTEN

Seit etwa einem Monat ist Frau Rossana Loewen in der Arbeit der Seelsorge Abteilung von Radio ZP-30 eingestiegen. Im folgenden Interview stellt Sie sich persönlich vor und erzählt von Ihren Erfahrungen und der Berufung Gottes in die Missionsarbeit: Interview – R. Loewen

INTERNATIONALE NACHRICHTEN

In 475 Sprachen ist die Bibel komplett übersetzt. Neue Testamente gibt es in 1240 Sprachen. Teile der Heiligen Schrift liegen sogar in 2538 Sprachen vor, wie der Weltverband der Bibelgesellschaften mitteilt. Übersetzt wird weiterhin fleissig, da weltweit über 6500 Sprachen bekannt sind. Im Vergleich zum Jahr 2010 kamen im letzten Jahr sechs komplette Bibeln sowie neun Neue Testamente dazu. Weltweit wird derzeit an 460 weiteren Übersetzungen gearbeitet. 200 sollen bis zum Jahr 2014 vollendet sein, davon 120 vollständige Bibeln mit Altem und Neuem Testament. Ein komplettes Übersetzen dauert für Muttersprachler rund zwölf Jahre. Bibeltexte wurden bisher in 38 Prozent aller Sprachen übersetzt. Der Schwerpunkt der Neuübersetzungen liegt in Afrika: Neu hinzugekommen sei zum Beispiel die Sprache Dogon, die rund eine halbe Million Menschen in Mali und Burkina Faso sprechen oder das in Liberia verwendete Klao sowie das im ivorischen Departement Katiola gebrauchte Tagwana. Aber auch in Asien oder Südamerika liegen neue Übersetzungen vor. Kaschmiri, Amtsprache in zwei nordindischen Bundesstaaten, und ein im ecuadorianischen Hochland gesprochener Quichua-Dialekt. Heute entfallen von den vollständigen Bibelübersetzungen 186 auf Asien und den pazifischen Raum, 182 auf Afrika, 62 auf Europa und den Nahen Osten sowie 44 auf Amerika. Hinzu kommt die Kunstsprache Esperanto. Die Bibelgesellschaften weltweit sind bemüht, Übersetzungen in modernen Sprache anzubieten, um Jugendlichen und kirchenfernen Menschen den Zugang zum Buch der Bücher zu erleichtern, berichtet das Nachrichtenmagazin «idea». Mit 35 verschiedenen Übersetzungen sei Deutschland weltweiter Spitzenreiter. Die Varianten reichten von urtextnahen Versionen bis hin zu umgangssprachlichen Übertragungen, etwa der Volxbibel. Nicht weit dahinter liegt die Schweiz, in der es Versionen in verschiedenen Dialekten gibt, von Berndeutsch, Zürichdeutsch bis hin zum Walliserdeutsch.

Indien: Unter dem Motto «Power to Change» zu deutsch: «Kraft zur Veränderung» wurde einen Monat lang auf grossen Plakatwänden, aber auch auf Taxis, im Radio und im Fernsehen der drittgrössten Stadt Indiens, Hyderabad, für die Gute Nachricht geworben.In der Kampagne berichteten Inder, wie sich ihr Leben durch Jesus auf dramatische Weise verändert hat, beispielsweise Peter Samuel, ein ehemaliger Alkoholiker, der heute Pastor ist. Über eine Telefonnummer konnte ein kostenloses Buch bestellt werden, in dem die Lebensberichte festgehalten sind. Gerade die islamische Bevölkerung der Stadt ist normalerweise sehr verschlossen gegenüber dem Evangelium. Dennoch wurde das Angebot stark genutzt: Über 110 tausend Anrufe gingen auf den 60 Leitungen der Telefonzentrale ein, vor allem Hindus und Muslime bestellten das Buch. Auch die Internetseite wurde von über 650 tausend Menschen besucht, andere luden sich die Lebensberichte über das Mobiltelefon herunter. Daher wurde die Kampagne um zwei Wochen verlängert. Viele Anrufe kamen von Menschen, die von Selbstmordgedanken geplagt wurden. Die Mitarbeiter konnten am Telefon mit ihnen beten. Diese Evangelisationsmethode möchte die bestehenden Gemeinden darin unterstützen, die Stadt mit der Botschaft von Jesus Christus zu erreichen. Initiiert wurde sie vom Missionswerk Great Commission Media Ministries. Hannu Haukka, Präsident des Werkes, erklärt: «Wir bringen keine Menschen in ein Stadium. Wir unterstützen vielmehr die Gemeinden, rauszugehen und eine ganze Stadt zu erreichen.» Die Kirchen berichten bereits von neuen Gottesdienstbesuchern. Auch die Jugend der Gemeinden war mit einbezogen. Sie wurde beauftragt, die bestellten Bücher persönlich abzugeben. Ähnliche Kampagnen wurden von Great Commission Media Ministries bereits in Helsinki, Nazareth und 55 weiteren Städten durchgeführt.

Israel: Die Zahl der evangelistischen Internetangebote in Israel nimmt zu. Wie die «Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel» amzi, berichtet, erfreuen sich hebräischsprachige Webseiten wachsender Beliebtheit. Auf diesen Webseiten werde den Besuchern erklärt, weshalb die Lehren Jesu Christi prüfenswert seien. Laut amzi wird durchschnittlich alle fünf Stunden ein Neues Testament in hebräischer Sprache im Internet heruntergeladen. Täglich werde mindestens ein Buchexemplar bestellt. Statistiken der Internet-Suchmaschine Google zeigten, dass auf Hebräisch pro Monat mehr als 25 tausend Mal nach «Jeschua» (Jesus) und über 5000 Mal nach «Brit Hadascha» (Neues Testament) gesucht werde. Die messianische Initiative «One for Israel» (Einer für Israel) werbe erfolgreich mit Anzeigen im Sozialen Netzwerk Facebook für ihre evangelistische Arbeit. Israelis verbrächten auf dieser Plattform durchschnittlich über elf Stunden pro Monat. Daher sei auch Facebook «eine offene Tür für Gottes Botschaft». Die messianischen Juden glauben an Jesus Christus als den Messias. Von den 7,7 Millionen Einwohnern Israels sind 5,9 Millionen Juden, 1,4 Millionen Muslime und 154 tausend Christen. Der Rest ist religionslos oder gehört anderen Glaubensrichtungen an. Die Zahl der messianischen Juden, die an Jesus Christus glauben, wird auf 10 tausend bis 15 tausend geschätzt.

Israel: Auf Christen im Gazastreifen lastet ein hoher gesellschaftlicher Druck, zum Islam zu konvertieren. Das hat der Koordinator der palästinensischen und israelischen Bibelgesellschaften, Labib Madanat, gegenüber "Open Doors" erklärt. Christen in den Palästinensergebieten und anderen Ländern bräuchten dringend Ermutigung und Beistand von Menschen, die in Freiheit leben, erklärte Madanat laut "Open Doors". Nach seinen Angaben leben unter den 4,5 Millionen Einwohnern in den Palästinensergebieten etwa 45.000 Christen, rund 2.000 davon im Gazastreifen. Wenngleich die Hamas-Regierung dort Christen nicht offensiv verfolge, laste ein hoher gesellschaftlicher Druck auf ihnen, zum Islam zu konvertieren.
 Wer in einer Demokratie mit Glaubensfreiheit lebe, müsse sich für jene einsetzen, die diese Freiheit nicht haben. Madanat rief deshalb zu einer stärkeren Identifikation mit Christen in Verfolgungsländern auf. Der palästinensische Christ sagte laut "Open Doors": "Ob in Freiheit oder Verfolgung: Wir gehören alle zu dem einen Leib Jesu." Doch, so Madanat weiter, dürfe dies nicht zu Hass gegen Verfolger führen: "Wir sollten Muslime und jene, die uns Schmerz zufügen, nicht hassen. Wir sollten uns stattdessen am Wort Gottes orientieren, das von Vergebung selbst für Feinde spricht und mit der Liebe Jesu lieben." -- In über 50 Ländern unterstützt "Open Doors" verfolgte Christen mit Selbsthilfe-Projekten, Literatur und Ausbildungsangeboten.

Laos: In Laos zahlen Christen einen hohen Preis, wenn sie von Christus reden. Im Norden von Laos hat die Polizei im Juni vier Christen verhaftet. Sie hatten einem Einheimischen im Haus eines Christen die Bibel erklärt. Zwei der vier Verhafteten sind Thailänder. Was sie bei sich hatten, wurde konfisziert, bevor man sie ins Provinzgefängnis von Luang Namtha brachte. Die Behörden haben laut dem englischen Hilfswerk Christian Solidarity Worldwide keinen Kontakt zu den Gefangenen erlaubt. Angehörige versuchen ihnen Nahrung zukommen zu lassen. Am 6. Juni 2012 wurde ein 53-jähriger Pastor, unter den Namen Asa bekannt, in seinem Dorf Peeyeur in derselben Provinz verhaftet. 2010 hatte die Polizei ihn gezwungen zu unterschreiben, dass er Christus nicht weiter verkündigen noch Menschen zum christlichen Glauben führen werde. Am 24. März 2012 hatte die Polizei sechs Christen aus Thailand aufgegriffen. Sie waren evangelistisch unterwegs. Nach Zahlung hoher Bussen wurden sie Wochen später freigelassen. Laut dem englischen Hilfswerk stehen die Vorfälle für die Unterdrückung von Christen in der Provinz Luang Namtha, die an China und Burma grenzt. Aus 15 Dörfern lägen Berichte über Übergriffe der Behörden vor.


Iran: Der iranische Pastor Youcef Nadarkhani muss nach tausendtägiger Haftstrafe am 8. September erneut vor Gericht erscheinen. Dem vom Islam konvertierten Christen wurde Abfall vom Islam, und Verbreitung nichtislamischer Lehre vorgeworfen. Er wurde bereits im September 2010 zum Tode verurteilt. Am vergangenen Sonntag befand Nadarkhani sich genau 1.000 Tage in Haft. Jordan Sekulow, stellvertretender Leiter der Organisation "American Center for Law & Justice" hat den Gerichtstermin bestätigt. Es ist eine private christlich konservative Organisation, die sich besonders dem Schutz des Lebens und der Religionsfreiheit verpflichtet fühlt. Sie hat die Hauptverteidigung des 35-jährigen Pastors übernommen. Neue Vorwürfe gegen den iranischen Pastor seien nicht bekannt, noch gebe es einen rationalen Grund für diese Vorladung, so Sekulow gegenüber der "Jerusalem Post". Auch wolle er das Gerücht zerstreuen, dass die ausstehende Verurteilung zum Tode vom Iran zurückgezogen wurde, so die israelische Tageszeitung. Dabei setzt die Organisation besonders auf internationale Anteilnahme, um die Befreiung zu erwirken. Internationale Politiker wie Guido Westerwelle und Barack Obama haben sich für das Leben des zweifachen Familienvaters eingesetzt. Die Organisation nutzt auch den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter, um auf den Fall Nadarkhani aufmerksam zu machen. Laut der Homepage hätten bereits mehr als 2 Millionen Nachfolger die Befreiung Nadarkhanis unterstützt. All dies trägt zum Optimismus der Beteiligten bei, dass die Befreiung in greifbare Nähe rückt. 2009 wurde Nadarkhani festgenommen, weil er die verbindliche, muslimische Erziehung seiner Kinder infrage stellte. Zudem wollte er offiziell eine Hauskirche registrieren lassen. Aus diesem Grund wurde er zum Tode durch den Strang verurteilt. Seitdem sitzt der Familienvater in einer Haftanstalt des Geheimdienstes in der Stadt Rascht ein, und hat als politischer Gefangener kein Recht, von Familienangehörigen oder gar seinem Anwalt besucht zu werden.

Syrien: Weil das Assad-Regime sie schützte, fürchten Syriens Christen den Zorn der Aufständischen. Wer fliehen kann, flieht. Doch Hunderte müssen in eingekesselten Städten ausharren, wie ihre muslimischen Landsleute auch. Regierungstruppen und Opposition kämpfen seit Wochen um die Kontrolle der Stadt Homs. Viele Menschen sind geflohen. Diejenigen, die geblieben sind, bangen um ihr Leben. Die Strassen in Homs sind laut Augenzeugenberichten menschenleer, Kirchen und Gebäude sind zerstört und ausgebombt, es fehlen Strom, Nahrung und medizinische Hilfe. Eine kleine Gruppe von Christen, die noch in Homs sind, appelliert verzweifelt an alle Seiten, den eingeschlossenen Bewohnern ein sicheres Geleit aus der Stadt zu gewähren. Doch die Realität ist komplizierter. Das Internationale Rote Kreuz ist zwar bereit, die Einwohner aus Homs zu evakuieren. Doch die Helfer können nichts tun. Hunderte Zivilisten sind in der Altstadt von Homs eingeschlossen. Wegen der Kämpfe können sie die Stadt nicht verlassen, um Zuflucht in sicheren Gegenden zu finden, sagt Béatrice Mégevand-Roggo von der Hilfsorganisation. Christen machen rund zehn Prozent der syrischen Bevölkerung aus. Weil das Land mit seinen 22 Millionen Einwohnern am Rande des Bürgerkrieges steht, müssen religiöse Minderheiten befürchten, zwischen alle Fronten zu geraten. Der seit über 16 Monaten blutige Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad hat bereits mindestens 10 tausend Menschen das Leben gekostet. Ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht. Die Christen in Syrien standen bislang weitgehend auf der Seite des Assad-Regimes. Christen bekleiden wichtige Posten in der syrischen Regierung und der Armee. Assad, der selbst zu der muslimischen Splittergruppe der Alawiten gehört, während die Mehrheit des Landes Sunniten sind, hat sich um eine säkulare Politik bemüht, und den Minderheiten Religionsfreiheit und Schutz zugesichert. Nun bangen die Christen um ihre Zukunft.

Indonesien: Die Christen des Bezirks Singkil im Süden der indonesischen Provinz Aceh kämpfen um ihre Kirchen. Der Bezirkschef verfügte am 30. April die Schliessung von 20 Kirchen und wies die Christen an, sie eigenhändig abzubrechen. Am 30. April führten 300 Islamisten vor dem Sitz des Bezirkschefs eine Demonstration durch und verlangten die Schliessung der Kirchen. Gemäss der Zeitung Jakarta Post gab der Bezirkschef dem Begehren der Islamisten am selben Tag statt. Sollten die Christen nicht selbst zum Abbruch schreiten, würden die Behörden handeln, drohte er. In Schreiben an Staatspräsident Yudhoyono und mehrere Minister haben die Christen von Singkil gegen die Order protestiert. Laut Pfarrer Erde Berutu finden in den vorn versiegelten Kirchen weiterhin Trauungen und andere Gottesdienste statt. Die Christen betreten die Kirchen durch Nebeneingänge und postieren draussen teils bewaffnete Wächter. Indonesiens Islamisten erreichten 2006, dass der Kirchenneubau erschwert wurde: Für eine Baubewilligung müssen 90 Gläubige den Antrag stellen und 60 muslimische Nachbarn mit dem Bau einverstanden sein. In der Provinz Aceh ist die Hürde höher: 150 Gläubige und 90 zustimmende Muslime. Besonders schmerzt es Christen, wenn Militante die Schliessung bestehender Kirchen mit Druck auf die Behörden, Einschüchterung, Drohungen und roher Gewalt erzwingen. In der Provinz Aceh, die sich stärker als der Rest Indonesiens nach der arabischen Welt ausrichtet, haben radikale Muslime seit Jahrzehnten das Sagen; auch der Kampf um ein unabhängiges Aceh wurde mit islamistischen Parolen geführt. Im April konnte der frühere Rebellenchef Zaini Abdullah, der lange in Schweden gelebt hatte, den Gouverneursposten von Aceh erringen. Er versprach, die Korruption zu bekämpfen und die Scharia konsequenter durchzusetzen. Laut der Jakarta Post wurden kürzlich Miniröcke verboten, Islamlehrer warnen vor Yoga und Tabakkonsum, und Sittenpolizisten nehmen sich Frauen in engen Röcken und Jeans vor. Am Sonntag, 17. Juni, geriet die Bethel-Kirche in Peunayong in der Provinzhauptstadt Banda Aceh während des Gottesdienstes in einen Steinhagel. Unter den Augen von untätigen Polizisten schleuderten Hunderte Muslime Steine und Kieselsteine gegen das Gebäude und beschädigten es. Die Christen flüchteten.

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