Asunción: Die Personalkosten der Regierung sind in diesem Jahr mehr gestiegen, als die Sach-investitionen. Wie aus einem Bericht des Finanzministeriums verlautete, wuchsen die Gehaltskosten im ersten Semester diesen Jahres um rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dazu gehören unter anderem Gehälter, Honorare, Sitzungsgelder, Vertretungskosten, Aguinaldos und Überstunden. Die Sach-investitionen dagegen wuchsen nur um 6,5 Prozent, zitierte IP-Paraguay das Finanzministerium. Über 70 Prozent der gesamten Steuereinnahmen wurden demnach an Personalkosten ausgegeben. (ipp)
Asunción: Das Innenministerium hat einen dauerhaften Kampf gegen die EPP angekündigt. Wie aus der Tageszeitung ABC Color verlautete, hat der Innenminister Carmelo Caballero angekündigt, dass sie unaufhörlich arbeiten werden, bis die Mitglieder der sogenannten paraguayischen Volksarmee, EPP, festgenommen werden. Das Problem sei, dass die Bevölkerung in den armen Zonen von Concepción die EPP beschützen, sei es aus Angst oder ökonomischem Interesse. Daher müsse man mit anderen Institutionen zusammenarbeiten, um die sozialen Probleme zu lösen. Caballero teilte weiter mit, dass er jedoch keine Frist angeben könne, bis wann das Ziel erreicht werden soll. (uh)
Zentral Chaco: Die Vereinten Nationen haben 2,7 Millionen Dollar für Hilfeleistungen im Chaco bestimmt. Das Geld soll laut Angaben der Tageszeitung ABC Color an die Familien im Chaco gehen, die von den Überschwemmungen betroffen waren. Das Geld soll für Lebensmittel, Gesundheitsdienste, Wasser, Sanierung und Schulen in den kommenden sechs Monaten eingesetzt werden. Die Summe und die Bereiche die Hilfe erhalten werden, wurden von einer Gruppe Experten der UNO bestimmt, nachdem sie die Situation im Chaco ausgewertet hatten. (abc)
Encarnación: Die Dozenten in Encarnación haben noch immer nicht ihr seit Januar ausstehendes Gehalt erhalten. Nun wird erwogen in der kommenden Woche einen Generalstreik im Bildungswesen durchzuführen. Wie ABC Color informierte, hat der Verband paraguayischer Lehrer für Donnerstag eine Generalversammlung geplant. Auf der Versammlung soll entschieden werden, ob am kommenden Dienstag mit einem Generalstreik begonnen wird. Falls für den Streik gestimmt wird, hat die Regierung vor Beginn des Streikes 72 Stunden Zeit, um die ausstehenden Gehälter auszuzahlen. Der Erziehungsminister Horacio Galeano Perrone sagte, sein Ministerium wie auch Yacyretá hätten alle Schritte unternommen, damit die Dozenten ihre Gehalt erhalten können. Es liege nun am Finanzministerium, die Gehälter auszuzahlen. (abc/ipp)
Fuerte Olimpo: Die Lehrer in Fuerte Olimpo halten seit gestern einen Streik ab. Wie die Tageszeitung ABC Color berichtete, halten die Lehrer in Begleitung vieler Eltern vor der Schule Ramón Bejarano in Fuerte Olimpo eine Demonstration ab. Mit der Demonstration wird die Ernennung mehrerer Dozenten verlangt, die derzeit unbezahlt arbeiten. Auch verlangen die Demonstranten die Entlassung der Departamentskoordinatorin, Blanca Benítez. Diese wird als Hauptverantwortliche der Probleme angesehen, da sie die Realität der Zone nicht kennt und ihre Bürozeit 800 Kilometer von Fuerte Olimpo entfernt in Asunción verbringt. (abc)
Concepción: Ab heute besitzt das Regionalhospital in Concepción sechs Betten für die Intensivpflege. Die Betten befinden sich laut IP-Paraguay im Regionalhospital von Concepción. Staatspräsident Federico Franco nahm an der Eröffnung der Verbesserungen teil. Wie der Gesundheitsminister Antonio Arbo hervorhob, brauchen nun nicht mehr alle dringenden Fälle nach Asunción gebracht werden. Laut Arbo sei das Ziel der Regierung, die Krankenhäuser im Inneren des Landes zu verbessern. Das Regionalkrankenhaus von Concepción hat rund 50 Ärzte und Krankenpfleger, die alle aus der Zone stammen. (ipp)
Alto Paraguay: Satellitenfotos beweisen, dass Bauarbeiten den Lebensraum der Indianer im Chaco bedrohen. Wie die Tageszeitung Ultima Hora informierte, hat die Nichtregierungsorganisation Survival die Satellitenfotos veröffentlicht. Auf den Fotos ist ein großer Tajamar und verschiedene Wege zu sehen. Diese befinden sich auf Land der Firma Carlos Casado SA im Departament Alto Paraguay, im Gebiet der Ayoreo-Totobiegosode. Die Nichtregierungsorganisation Survival fürchtet, dass die Firma nun den Busch roden wird, um dort Viehzucht zu betreiben. Die Ayoreos brauchen den Busch um ihr Leben als Jäger und Sammler weiterführen zu können. Carlos Casado hatte zuvor mit INDI verhandelt, um das Land an das Institut zu verkaufen. Durch die politische Instabilität und Amtsenthebung Fernando Lugos sei dieses jedoch komplizierter geworden, so Survival. (uh)