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Missionsnachrichten vom 31.Dezember/1.Januar

NATIONALE NACHRICHTEN

Chaco: Die indianisch-mennonitische Zusammenarbeit der ASCIM könnte im Zentralen Chaco schon als der Pionier in der Missionsarbeit bezeichnet werden, da die ASCIM schon über viele Jahre das harmonische, interethnische Zusammenleben aufgrund einer gefestigten Wirtschaft und einer gesicherten primären medizinischen Betreuung, Bildung und Fortbildung und landwirtschaftlichen Beratung, fördert. Unterstützt und getragen von den Gemeinden und den Kolonien leistete die ASCIM auch 2011 Nachbarschaftshilfe unter den Indianern. Hören Sie nun im folgenden Beitrag einen allgemeinen Jahresrückblick vom ASCIM-Direktor Jake-Horst Harder: (Interview – J.Harder)

Zum 166. Mal findet im Januar die internationale Gebetswoche statt. Weltweit beteiligen sich die evangelischen Gemeinden auf allen Kontinenten an der Gebetswoche. Unter dem Motto "Verwandelt durch Jesus Christus" organisieren und gestalten auch die örtlichen Mennonitengemeinden vom 1. - 6. Januar landesweit Gebetsveranstaltungen.

Die einzelnen Gebetsabende stehen unter folgenden Themen:

Sonntag, 1. Januar 2012: Verwandelt durch den Auferstandenen.
Montag, 2. Januar 2012: Verwandelt durch den Leidenden.
Dienstag, 3. Januar 2012: Verwandelt durch den Überwinder.
Mittwoch, 4. Januar 2012: Verwandelt durch den Auftraggeber.
Donnerstag, 5. Januar 2012: Verwandelt durch seinen Geist.
Freitag, 6.Januar 2012: Verwandelt durch den Vollender.

Die Gemeinden rufen auf, sich an die Gebetsversammlungen zu beteiligen, die je nach Ortschaft organisiert und durchgeführt werden. Menschen werden anders, wenn sie es mit Gott zu tun bekommen, mit seinem guten Wort, schreibt der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Jürgen Werth. Menschen werden verwandelt, wenn ihnen der Gekreuzigte und Auferstandene begegnet. Das wollen wir bedenken in dieser Woche. Davon wollen wir einander erzählen. Dafür wollen wir Gott danken und ihn gleichzeitig bitten, das er damit nicht aufhört. "Ein Christ ist im Werden und nicht im Gewordensein", schreibt Martin Luther.

Ñemby: Die evangelistische Organisation "Jesús responde al mundo de hoy" mit Sitz in Ñemby führte in diesem Jahr die Vergebungskampagne "70 mal 7" in Paraguay durch. Rückblickend einige Zahlen bezüglich der Vergebungskampagne:
Es wurden 5.371 Personen geschult, 410 Gemeinden begannen mit der Vergebungskampagne und die Abteilung  "Poder para Cambiar" hat 19.150 Personen mit der Versöhungsbotschaft erreicht von welchen sich 1.552 für Jesus Christus entschieden haben.

Die geschulten Leiter für "70 mal 7" für Erwachsene sind 3.666, welche in 16.831 Kleingruppen arbeiten. 386 Gemeinden haben ihre Mitarbeit für das Jahr 2012 schon bestätigt. Für die Kampagne "70 mal 7" Kinder, wurden 82 Leiter geschult, die in 69 Kleingruppen mit einem Total von 1.412 Mitgliedern arbeiten, mit 151 beteiligte Gemeinden. Bis zum Datum hat man 2.330 Bücher verschickt.
Im Bereich von "70 mal 7" für Jugendliche wurden 342 Leiter geschult und in den 232 Kleingruppen beteiligten sich 2.176 Jugendliche. Bisher wurden 490 Bücher verschickt.
Der Plan für das Jahr 2011 war 1000 Gemeinden zu erreichen. Jesús responde al mundo de hoy hat das Ziel sogar übertroffen und hat bisher 1.100 Gemeinden von 40 verschiedenen Denominationen damit erreichen können.
Personen die interessiert sind, die Versöhnungskampagne für Kinder und Jugendliche in ihrer Gemeinde durchzuführen, steht folgendes Material zur Verfügung, das man im Büro von "Jesús responde al mundo de hoy" in Ñemby erhalten kann:

Das Handbuch "Vayamos de excursión con el corazón" – speziell vorbereitet für Kinder. Das Material hat viele verständliche Bilder und versucht den Kindern praktisch den Weg der Vergebung zu lehren.
Für die Jugendliche gibt es das Material "Un viaje al centro de tu corazón". Das Material basiert auf das wichtigste Organ im Blutkreislauf: das Herz. Im Buch wird das Herz und seine Funktionen mit den Schritten und Etappen der Vergebung mit dem biblischen Konzept vom Herzen verglichen:

Ein gesundes Herz - Verstand
Die Entscheidung – Wille
Die Vorteile der Vergebung – die Emotionen
Standhaft in der Vergebung – das Leben.
Mehr Informationen erhält man auch unter der Telefonnummer 021 963 565


INTERNATIONALE NACHRICHTEN

Das Christentum 2011 in Zahlen

71 Millionen Bibeln wurden 2011 verteilt, pro Tag etwa 83 tausend Menschen getauft, die Zahl der Atheisten ist rückläufig. Das geht aus der jährlichen Statistik einer amerikanischen Fachzeitschrift hervor. Anlass zur Sorge gibt es für Christen trotzdem. Insgesamt machen Christen 2,3 Milliarden Menschen der Weltbevölkerung aus. Innerhalb der wachsenden Christenheit erleben demnach die Pfingstgemeinden: Sie zählen 612 Millionen Gläubige zu ihren verschiedenen Denominationen. Die Studie nennt den Kinderreichtum gläubiger Familien als einen Hauptgrund dafür, dass die Anzahl der religiösen Menschen wächst. Erst mit großem Abstand liegt das Wachstum von Religionen, in der bewussten Hinwendung von Menschen zum Glauben begründet. Der Islam ist die am zweitstärksten wachsende Religion, 2011 gibt es 1,6 Milliarden Muslime. Auch die nächsten Religionen in der Rangliste der größten Glaubensgemeinschaften nehmen an Mitgliedern zu: Der Hinduismus zählt derzeit 952 Millionen Anhänger, gefolgt vom Buddhismus mit 468 Millionen Vertretern. Der chinesische Taoismus kommt immerhin auf 457 Millionen Angehörige. Rückgängig ist die Zahl der bekennenden Atheisten, berichtet der Onlinedienst. Hierzu werden keine konkreten Zahlen genannt, das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts sei jedoch durch den Rückgang von Atheisten und Religionslosen "charakterisiert" worden. Missionarisch waren Christen auch 2011 aktiv: Mehr als 400.000 Gläubige sind in ein anderes Land aufgebrochen, um das Evangelium zu verbreiten. Dabei wurden 71 Millionen neue Bibeln verbreitet. Die Gesamtzahl der Bibeln auf der Welt liegt der Studie zufolge derzeit bei 1,74 Milliarden. Grund zur Besorgnis ist für missionarisch ausgerichtete Christen die Zahl zwei Milliarden: So viele Menschen auf der Welt wissen den Angaben nach nichts von Jesus Christus und haben noch nie das Evangelium erklärt bekommen. Unter den Nicht-Christen haben 2,68 Milliarden gelegentlich etwas von Jesus Christus gehört.

Kuba: Das sozialistische Kuba hat über Jahrzehnte hinweg jeglichen Ausdruck von Religion verboten. Doch heute werden Kubaner auf verschiedenste Wege mit dem Evangelium erreicht, sogar die Familie von Fidel Castro. Seit 1959 hat die kubanische Regierung die Meinung vertreten, dass es keinen Gott gibt. Nach dem Zerfall der Sowjetunion in den 1990er Jahren hat sich die Situation etwas entspannt. Kirchen wurden vom Staat anerkannt. Obwohl immer noch Gemeinden schikaniert werden, besonders diejenigen, die staatlich nicht genehmigt sind, wie beispielsweise Hausgemeinden, so finden doch immer mehr Menschen zum Glauben an Christus. Gerade die kubanische Jugend sucht vermehrt Gemeinden auf, um hier nach dem Sinn ihres Lebens zu suchen. Suecia Méndez, Journalistin und Mitglied des kubanischen CVJM, berichtet: «Viele Jugendliche, die jetzt in unsere Kirche kommen, sind von der atheistischen Bildung geprägt. Es ist nicht ungewöhnlich, in Kuba einen Jugendlichen zu treffen, der nicht weiss, was Ostern oder Weihnachten bedeutet, oder was das Elementare des christlichen Glaubens ist.» Doch nicht nur in Gemeinden wird die Gute Nachricht gehört, sondern auch über Radiowellen. Der christliche Sender Trans World Radio ist bereits seit Jahrzehnten in Kuba zu hören und hat schon viele Menschen zu Jesus geführt. Für Kubaner, die keine Gemeinde in der Nähe haben, bietet er geistliche Nahrung. Die Organisation Spanish World Ministries geht aber noch einen Schritt weiter. Ihr Leiter Daniel Sandoval berichtet von kubanischen Mitarbeitern vor Ort: «Unsere Missionare erhalten die Adressen von Radiohörern in den verschiedensten Orten Kubas, die sie besuchen.» Dies dient nicht nur zur ersten Kontaktaufnahme, sondern vielmehr zur Erklärung, wie man eine Beziehung mit Jesus Christus aufnehmen kann. So hätten schon viele Menschen zum lebendigen Glauben gefunden, sagt Sandoval. Baseball ist eine der beliebtesten Sportarten in Kuba. Dies nutzt das christliche Werk Global Baseball: Es veranstaltet Lager, um vor allem Kindern die Sportart beizubringen. Die Beziehungen, die so entstehen, werden genutzt, um den Menschen von Jesus Christus zu erzählen. Die Arbeit von Global Baseball besteht schon seit einigen Jahren. In dieser Zeit wurde sogar einer von Fidel Castros Söhnen Christ. Dadurch bekamen die Mitarbeiter Kontakt zu Politikern und können mittlerweile problemlos christliche Baseball-Teams, aber auch Chöre und Studentengruppen, ins Land holen.

 
        
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